Wie wichtig es ist, Botschaften absolut geheim zu halten, mag ein Beispiel aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts zeigen.

Erster Weltkrieg: Die Zimmermann-depesche

Deutschland 1917: Der deutschen Regierung wird klar, dass sie Grossbritanien nur besiegen kann, wenn sie die Insel vollkommen isoliert. Und das geht nur, wenn man alle Schiffe von und nach Grossbritanien versenkt. Viele dieser Schiffe kommen aber aus den USA. Diese haben noch nicht in den Krieg eingegriffen, weil sie diesen Krieg für eine europäische Angelegenheit halten. Die Deutschen wollten die USA unbedingt aus diesem Krieg raushalten. Ihnenwar klar, dass dann der Krieg nicht mehr zu gewinnen war.

Trotzdem entscheidet sich die deutsche Regierung, ab 1. Februar 1917 einen "uneingeschränkten U-Boot-Krieg" zu beginnen.

Deshalb ersinnen sie eine Doppelstrategie:

 


Wenn die USA trotz den deutschen Angriffen auf amerikanische Schiffe dem Krieg fernblieben, dann ist alles in Ordnung.

Wenn die USA Deutschland aber den Krieg erklären würde, gibt es folgenden Plan: Deutschland wird Mexiko dabei unterstützen, Texas, Arizona und New-Mexico zurückzuerobern, bzw. die USA anzugreifen. Gleichzeitig soll Japan ermuntert werden, die USA von Osten her anzugreifen. Die Idee dabei war, die USA im eigenen Land zu beschäftigen.

Diesen Plan sollte der deutsche Aussenminister Arthur Zimmermann dem deutschen Botschafter in Mexico übermitteln - natürlich verschlüsselt. Die Briten konnten das Telegramm abfangen und entschlüsseln!